Segelwiki

Unser Segellexikon für Segeln lernen

Wissen für Segel Anfänger

Die Yacht ist zu nah am Wind und die Segel fallen ein, also lenkt man die Yacht weg vom Wind. Oft werden dann die Leinen gefiert, also lockerer gemacht. Das bedeutet eine Kursänderung nach Lee. Pendant: Anluven. Wer segeln lernen möchte, wird dies direkt am Anfang üben.
Alles was hinten auf einer Segelyacht ist. In der seemännischen Sprache gibt es viele Verwendungen, z.B. Achterkabine, Achterdeck, Achterliek, Achterleine.
Der Achtknoten dient dazu ein Seilende beim Durchlaufen einer Öse oder Block zu stoppen. Beim Segeln wird am Ende einer Schot immer eine Endacht gezogen. Die Endacht lässt sich auch nach starker Belastung leicht wieder lösen. Die Endacht wird bei der Prüfung zum SBF See oder SKS Segelschein abgefragt. Beim Bergsteigen und Klettern wird eine der doppelte Achtknoten- zum Anseilen verwendet. https://youtu.be/2xcWp_VZW8Q
Wenn man einen „Am Windkurs“ segelt, sind die Schoten sehr stramm und dichtgeholt. Die Yacht segelt fast gegen den Wind und die Segel sind flach eingestellt.
Kennt wohl fast jeder. Der Anker ist ein schwerer Metallhaken, an dem eine Ankerleine oder Ankerkette befestigt ist, damit eine Yacht am Grund einer Bucht an einem Ort bleibt und befestigt ist. Der Anker hält das Schiff aber nicht hauptsächlich sondern das Gewicht der Ankerkette. Man sollte mindestens das Dreifache der Wassertiefe an Ankerkette / Ankerleine geben, damit der Anker sich waagrecht eingraben kann. Kommandos sind: „Fallen Anker“ – Die Ankerkette wird freigegeben „Auf Anker“ beim Ankerlichten befreit sich der Anker durch Zug nach oben im Allgemeinen selbstständig.

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Ein Abdrift bezeichnet die seitwärtige Bewegung eines Schiffes und wird vom Wind verursacht. Mögliche Abdrifts müssen schon vorab bei der Navigation berücksichtigt werden.
Man lenkt zum Wind hin und holt meistens die Leinen / Schoten dichter. Pendant: Abfallen.
Ist ein kleiner Motor, der ein Beiboot / Dingi bewegt. Den Außenborder kann man hochklappen, wenn man in einer Bucht an den Strand fährt. Er ist auch leicht abnehmbar.
In Fahrtrichtung ist Backbord auf der linken Seite. Die rechte Seite heißt Steuerbord. Den Kurs ändern Richtung Backbord bedeutet nach links lenken. Das Backbord Navigationslicht hat die Farbe Rot

 

Beim Segeln ist der Backbord Bug die Seite, wo das Großsegel steht.

Eine meist aus Metall bestehende Stange, die horizontal zum Segelboot steht. Der Baum ist am Mast befestigt. Es gibt einen Großbaum, Fockbaum, Spinnakerbaum.
Beaufort steht für die Windgeschwindigkeit und Windstärke. Diese Art von Windmessung wurde vom englischen Admiral Sir Francis Beaufort entwickelt. Die Skala basiert auf der Beobachtung der Meeresoberfläche und stellt Windstärken von 0 bis 12 da.

 

0 Bft (0-<1kn) – Windstille, Flaute – spiegelglatte See
1 Bft (1-<4kn) – leichter Zug – leichte Kräuselwellen
2 Bft (4-<7kn) – leichte Brise – kleine, kurze Wellen, Oberfläche glasig
3 Bft (7-<11kt) – schwache Brise – Anfänge der Schaumbildung
4 Bft (11-<16kn) – mäßige Brise – kleine, länger werdende Wellen, überall Schaumköpfe
5 Bft (16-<22kn) – frische Brise – mäßige Wellen von großer Länge, überall Schaumköpfe
6 Bft (22-<28kn) – starker Wind – größere Wellen mit brechenden Köpfen, überall weiße Schaumflecken
7 Bft (28-<34kn) – steifer Wind – weißer Schaum von den brechenden Wellenköpfen legt sich in Schaumstreifen in die Windrichtung
8 Bft (34-<41kn) – stürmischer Wind – ziemlich hohe Wellenberge, deren Köpfe verweht werden, überall Schaumstreifen
9 Bft (41-<48kn) – Sturm – hohe Wellen mit verwehter Gischt, Brecher beginnen sich zu bilden
10 Bft (48-<56kn) – schwerer Sturm – sehr hohe Wellen, weiße Flecken auf dem Wasser, lange, überbrechende Kämme, schwere Brecher
11 Bft (56-<64kn) – orkanartiger Sturm – brüllende See, Wasser wird waagerecht weggeweht, starke Sichtverminderung
12 Bft (>64kn) – Orkan See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr

An diesem tiefsten Punkt im Schiffsrumpf sammelt sich Wasser vom Putzen oder eingedrungenes Wasser. Es wird mit einer meist elektrischen Bilgepumpe nach draußen gepumpt. In Seemannssprache gelenzt.
Ein Sonnenverdeck, das auf einer Yacht als Sonnenschutz benötigt wird.
Vor Erwerb eines Bootsführerscheins musst Du im ersten Schritt die eigenen Bedürfnisse genau definieren, um entscheiden zu können, welcher Bootsführerschein notwendig ist bzw. welche Kombinationen sinnvoll sind.

 

• Will ich nur Segeln oder interessiert mich auch das Lenken eines Motorbootes?
• Bleib ich auf einem See oder zieht es mich aufs Meer?
• Ist alles denkbar?

Natürlich kann klein begonnen und aufgebaut werden. Zu überlegen ist jedoch, ob Du nicht gleich das vielfältigere Patent wählst, welches mehr Möglichkeiten bietet. Die Prüfungen sind auch mit Kosten verbunden und eine genaue Abwägung der Kombinationen ist für die Preisgestaltung hilfreich.

Anbei findest Du einen Überblick über alle gängigen Bootsführerscheine und die Voraussetzungen für den Erwerb und deren Wirkungsbereiche.

Diese amtlichen Sportbootführerscheine sind international gültig und somit in unseren Cruising-Revieren einsetzbar. Genieße einsame Inseln und Buchten in Kroatien, entdecke Griechenland, lerne urige Hafenstädtchen in Sardinien kennen, erkunde die Côte d’Azur in Frankreich, profitiere von türkischer Gastfreundschaft oder schnorchle in Thailand um Korallenriffe in türkisblauem Meer.

Um die Ausbildung zu vervollständigen ist es von Vorteil Sprechfunkzeugnisse abzulegen. Auch darüber findest Du einen kurzen Überblick nach den Beschreibungen der Bootsführerscheine.

Triff die richtige Entscheidung und starte mit dem für Dich richtigen Bootsführerschein durch.

Sportbootsführerschein Binnen (SBF Binnen)

Berechtigung und Wirkungsbereich:
Dieser Schein berechtigt zum Lenken eines Sportbootes unter 20 Metern Länge (Rhein: weniger als 15 Meter) auf Bundeswasserstraßen. Sportboote unter einer Motorleistung von 15 PS (Rhein: 5 PS) sind von der Pflicht einer Fahrerlaubnis ausgenommen, genauso wie Fahrzeuge, die von Muskelkraft oder einem Segel mit weniger als 6m² Fläche bewegt werden.

Voraussetzung für den Erwerb:
• 14 Jahre (Segel), 16 Jahre (Motor)
• Ärztliches Attest (Seh-/Hörtest/körperlich und geistige Eignung)
• KFZ Führerschein oder Führungszeugnis „O“
• Bei Minderjährigen: Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten

Art der Prüfungen:
Theorie: Schifffahrtsrecht, Wetterkunde, Seemannschaft, Spezielle Fragen Binnenfahrt, Spezifische Fragen Segeln (nur bei Segel)
Praxis: Knotenkunde und Manöver.

Die Prüfung Theorie und Praxis muss nicht zwingend am selben Ort abgelegt werden.

Bei Besitz des SBF See wird die praktische Prüfung der Antriebsart Motor erlassen, ebenso wie ein Teil des Fragenkatalogs. Inhaber des Sportküstenschifferscheins oder des Sportseeschifferscheins benötigen keine praktische Prüfung in der Antriebsart Segeln. Eine Umschreibung der Bodenseeschifferpatente A und D erfolgt ohne zusätzlichen Prüfung.

Sportbootführerschein See (SBF See)

Berechtigung und Wirkungsbereich:
Dieser Schein berechtigt zum Lenken motorisierter Boote mit einer Leistung von mehr als 15 PS (keine Beschränkung der Bootrumpflänge) zu Sport- und Freizeitzwecken auf Seeschifffahrtsstraßen (Drei-Seemeilen-Zone und Fahrwasser der Zwölf-Seemeilen-Zone).

Der Besitz dieses Scheins erlaubt das Führen von Sportbooten auf Seeschifffahrtsstraßen in Gezeitenrevieren. Der Erwerb des Scheins bezieht sich nur auf motorisierte Boote, für die Führung eines Segelbootes ohne Motor wird dieser Schein nicht benötigt. Der Sportbootführerschein Binnen wird nicht vorausgesetzt und ist in diesem Schein auch nicht beinhaltet.

Voraussetzungen für den Erwerb:
• 16 Jahre
• Ärztliches Attest (Seh-/Hörtest/allgemeiner gesundheitlicher Zustand)
• KFZ Führerschein oder Führungszeugnis „O“
• Bei Minderjährigen: Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten

Art der Prüfungen:
Theorie (geteilt in Fragen- und Kartenteil): Navigation, Unfallverhütungsregeln, Seeschifffahrts-Ordnung, Kollisionsverhütungsregeln, Wetterkunde, Seemannschaft, Fahrzeug führen und Umweltschutz
Praxis (muss nicht zwingend auf einer Seeschifffahrtsstraße absolviert werden): Knotenkunde und Manöver

Der Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) kann teilweise angerechnet werden, es entfallen sieben Basisfragen.

Sportküstenschifferschein (SKS):

Berechtigung und Wirkungsbereich:
Dieser Schein berechtigt zum Lenken von Yachten mit Motorantrieb, als auch unter Segeln in Küstengewässern, also allen Meeren bis 12 Seemeilen Abstand zur Festlandküste und berechtigt auch zu gewerblichen Fahrten in Küstengewässern (Vorschriften zur Besatzung beachten). Auch alleine in der Variante Motor zu erwerben.
Kann im Ausland als Qualifikation verwendet werden um das Führen von Sportbooten zu belegen.

Voraussetzungen für den Erwerb:
• 16 Jahre
• Besitz eines Sportbootführerschein See
• Nachweis von 300 Seemeilen auf einer Yacht in Küstengewässern.

Art der Prüfungen:
Theorie (Fragen- und Kartenteil): Navigation, Schifffahrtsrecht, Seemannschaft, komplexe Kartenkunde, Wetterkunde, komplexe Kartenaufgabe
Praxis: Mann über Bord Manöver bei Motor und Segel, Knotenkunde, Beschaffenheit des Schiffes

Dieser Schein ist auch nur für die Variante Motor ausstellbar, dabei entfallen die Segelspezifischen Fragen und die Prüfung findet auf einem Motorboot statt.

Sportseeschifferschein (SSS)

Berechtigung und Wirkungsbereich:

Dieser Schein berechtig zur Lenkung von Booten/Yachten mit Motorantrieb oder im Segelbetrieb in küstennahen Seegewässern (alle Meere im Abstand von 30 Meilen zur Küste sowie der gesamten Ost- und Nordsee, dem Ärmel- und Bristolkanal, der Irischen und Schottischen See, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer).

Sollten Sportboote gewerblich genutzt werden, ist dieser Bootsführerschein unbedingt erforderlich (Besatzungsvorschriften beachten).

Voraussetzungen für den Erwerb:
• Besitz des Sportbootführerscheins See
• Alternativ:
– 1.000 Seemeilen auf Yachten der entsprechenden Antriebsart
oder
– Mindestens 700 Seemeilen der gewählten Antriebsart nach Erwerb des Sportküstenschifferscheins (Nachweis erst bei der praktischen Prüfung).
oder
– Mindestens 700 Seemeilen auf Booten im Seebereich nach Erwerb eines BR-Scheins vor dem 1.10.1999

Art der Prüfungen:
Die Gesamtprüfung muss innerhalb von 36 Monaten erfolgen und davon die Theorieprüfung innerhalb von 24 Monaten absolviert werden, sonst verfallen bereits bestandene Teile. Frühestens nach zwei Monaten kann eine nicht bestandene Teilprüfung wiederholt werden.

Theorie: Schifffahrtsrecht, Radarplotten, Navigation (Kartenaufgabe), Seemannschaft, Wetterkunde
Praxis: wird auf einer seetüchtigen Yacht durchgeführt.

Dieser Schein kann ebenfalls ausschließlich für motorbetriebene Boote absolviert werden.

Sporthochseeschifferschein (SHS)

Berechtigung und Wirkungsbereich:
Dieser Schein berechtigt das Lenken von Yachten sowie Ausbildungs- und Traditionsschiffe mit Motor und/oder unter Segel auf allen Meeren, also in der weltweiten Fahrt. Er ist in Bezug auf die weltweite, gewerbliche Nutzung vorgeschrieben (Besatzungsvorschriften beachten).

Der Sporthochseeschifferschein ist weltweit gültig mit der Beschränkung auf eine Crew von maximal 12 Personen (Yacht) und Traditionsschiffe bis 25 Meter Länge mit mehr als 12 Personen an Bord.

Voraussetzungen für den Erwerb:
• 18 Jahre
• Sportseeschifferschein
• 1.000 Seemeilen auf Booten in der Seenutzung und Erwerb des Sportseeschifferscheins als Skipper, Co-Skipper oder Wachführer
• Ablegen der Prüfung ab 500 Seemeilen möglich, Ausstellung nach Nachweis der noch fehlenden Meilen

Art der Prüfungen:
Theorie:
– schriftlich: Navigation (inkl. astronomische Navigation), Schifffahrtsrecht (inkl. Seerecht), Wetterkunde (inkl. tropische Wirbelstürme)
– Mündlich: Nutzung von Yachten, seemännische und technische Aspekte in Bezug auf das Lenken von Yachten, Fahren in schwerem Wetter, Verhalten in Gebieten mit Wirbelstürmen.
Praxis: Nutzung des Sextanten, Überprüfung und Erklärung drei gängiger Fehler, Vertikal-Winkel-Berechnung.

Der SSS kann auch nur für Motor erworben werden.

Betriebszeugnis für Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
Es berechtigt zum Betrieb einer UKW-Funkstelle auf Binnenschifffahrtsstraßen, ist international und unbefristet gültig.
Prüfung ab 15 Jahre möglich.

Sprechfunk See (SRC)
Berechtigt zum Betreiben eines Seefunktdienstes im weltweiten Seenot- und Sicherheitssystem für UKW auf Sportbooten und ist international und unbefristet gültig. Seit 15.8.05 ist dieses Sprechfunkzeugnis für alle Skipper einer seetüchtigen Yacht im Seebereich 1 vorgeschrieben.

Sprechfunk-Kombi (UBI + SCR)
Wird für Besitzer eines SBF (Binnen und/oder See) empfohlen. Seit 15.8.05 ist dieses Sprechfunkzeugnis für alle Skipper einer seetüchtigen Yacht im Seebereich 2 vorgeschrieben.

Sprechfunk See (LRC)
Berechtigt zur uneingeschränkten Nutzung eines Seefunkdienstes bei Sprech- und Seefunkstellen sowie Schiffs-Erdfunkstellen und Funkeinrichtungen des GMDSS für UKW, KW und GW sowie Seefunk über Satelliten auf Sportbooten. Prüfung ab 18 Jahre möglich, international und unbefristet gültig.

Ein Bootshaken benötigt man oft beim Anlegen, um z.B. Leinen zu bedienen. Dies ist meistens eine Teleskopstange aus Aluminium mit einem Plastikhaken am Ende.
Die Spitze einer Yacht, der vordere Bereich eines Schiffes. Auf Segelyachten existiert oft ein Bugkorb. Verschiedene Bugformen sind z.B. Klipperbug, gerader Vorsteven, Löffelbug
Ein Schiff beladen mit z.B. Lebensmitteln, Wasser, Diesel, Gepäck etc.
Eine Segelyacht mieten – (Kojencharter = ein Bett mieten / buchen)

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Der Bereich wo sich das Steuer, die Navigationsinstrumente befinden. Die Besatzung verbringt dort den meisten Teil des Tages. Das Cockpit wird auch Plicht genannt.
Die Besatzung einer Segelyacht.
Die obere Schale einer Yacht. Es gibt ein Seitendeck, Achterdeck und Vordeck. Hier werden wir unter der Sonne relaxen – auf dem Sonnendeck
Wenn man an einer Leine oder Schot zieht, dann holt man sie dicht. Dies macht man, wenn ein Segel z.B. locker ist (killt, flattert) Pendant: fieren
Ein kleines Beiboot, das meistens aus Gummi besteht und mit Rudern oder einem kleinen Motor „Außenborder“ bewegt wird. Findest du auf unser Konzept Seite.
Ist die Leine, die den Großbaum nach oben hält, wenn er nicht am Segel hängt. Die Dirk ist am Ende des Baumes, der Baumnock, befestigt und läuft nach oben zum Masttopp.
Wenn man mit einer Yacht in ein neues Land einreist, dann muss man einchecken bzw. einklarieren. Man kann nicht in jedem Hafen einklarieren. An den Grenzen gibt es bestimmte Zollhäfen, in die man einlaufen muss.
Fast jedes Segel kann von unten nach oben bewegt werden oder auch von oben nach unten fallen. Diese Leine zum Setzen eines Segels nennt man Fall. Jedes Fall übernimmt den Namen des eigenen Segels: Fockfall, Genuafall, Großfall,  Spinnakerfall.
Fender sind Gummiballons, die mit Luft gefüllt werden und den Rumpf einer Yacht beim Anlegen schützt. Beim Anlegen ist ein Fendergirl oder Fenderboy hilfreich, um mit einem Fender in der Hand die Yacht abzuhalten von einem Steg oder anderen Yachten.
Fieren kommt nicht aus dem Kölschen Dialekt „Kumm loss mer fiere nicht lamentiere“ In Köln heißt fieren – feiern. Auf einer Segelyacht bedeutet Fieren eine Leine locker lassen, also eine Leine geben. Beispielsweise wird eine Schot gefiert, wenn das Segel zu stramm also zu dichtgeholt ist.
Segel vor dem Mast – Vorsegel
1 Fuß = 30,5 cm; 3 Fuß = 1 Yard.
Auf Charteryachten ein Stück Holz, welches die Yacht mit dem Steg verbindet.
Ein Segel, was vor dem Mast ist – ein großes Vorsegel. Das Segel stammt aus der Genua Region in Italien.
Global Positioning System. Ein Navigationssystem aus den USA. Mit einem GPS-Gerät kann man den Ort des Schiffes ziemlich genau bestimmen. 30 Satelliten in ca. 20.000 km Höhe bewegen sich um den Erdball und mit Ihnen wird der Ort bestimmt. Die Genauigkeit reicht bis zu einer kleinen Abweichung von 1,3 m.
Das Segel, welches am Großmast eines slupgetakelten Segelbootes beziehungsweise eines Segelschiffes oder einer Yacht angebracht ist, trägt den Namen Großsegel. Oft wird dieses auch bloß als “Groß” abgekürzt.

 

Beschreibung des Großsegels

Das Segel kann entweder ein Rahsegel oder ein Schratsegel sein. Dies ist abhängig von dem jeweiligen Schiffstyp. Handelt es sich um ein rahgetakeltes Schiff ist das Großsegel das untere Segel, das sich am Großmast befindet. Ist nur ein einziger Mast, wie bei Yachten der Fall, vorhanden, ist es das Schratsegel. Bei Ketsch- oder Yawlgetakelten Schiffen ist es das Segel, welches am größeren, vorgelagerten Mast angebracht ist. Ganz selten gibt es auch Yachten, bei denen der vordere Mast kleiner ist, als der hintere. Diese werden dann Fockmast genannt.

Der Name täuscht – nicht unbedingt ist es so, dass dieses Segel auch tatsächlich das größte Segel des Schiffes ist. Beispielsweise ist es möglich, dass die Genua flächenmäßig größer ist, als das Großsegel. Dies führt allerdings zu einem Schotwinkel, der sehr eng ist und so auch sehr enge Wanten erforderlich macht. Dies ist ein Merkmal, das bei Schiffen die aus den 70er und 80er Jahren stammen, oft angetroffen werden kann. Auch ist es die Regel, dass der Gennaker oder der Spinnaker die Größe des Großsegels übertrifft. Doch das Segel ist jenes, welches über die umfangreichste Ausstattung verfügt. Dies ist auch nötig, da das Segel nahezu in allen Wind- und Wetterlagen stets gesetzt ist und somit diverse Anpassungsmöglichkeiten benötigt.

Heutzutage wird das Segel in der Regel als Hochsegel ausgelegt, es gibt allerdings auch die Form des Gaffelsegels. Droht ein schwerer Sturm, wird auf das Trysegel zurückgegriffen. Entweder wird das Unterliek des Segels an den Großbaum fest verankert oder kann offen gelassen werden. Das Großschot hilft dabei, die Stellung des Segels zu steuern.

Verschiedene Bauformen

Generell gibt es in der heutigen Zeit zwei verschiedene Bauformen, die das Segel haben kann. Dies ist entweder die Lattengroß Form oder die Rollgroß Form.

Das Lattengroß, auch das Lattengroßsegel samt Bindereff, ist die gängigste Art. Hier ruht das geborgene Segel an dem Baum und wird festgebunden, also aufgetucht, wenn das Schiff im Hafen liegt. Um das Segel zu setzen, muss am Mast der Kopf Richtung oben angezogen werden. Besonders kleine Segelboote haben diesen Aufbau. Die aerodynamische Leistung des Segels kann dadurch verbessert werden, dass horizontal Latten in das Segel eingearbeitet werden. So kann das Segel ebenfalls größer ausfallen, denn die zusätzlichen Latten stützen dann das Achterliek. Von eine durchgelatteten Segel wird gesprochen, wenn die Latten die gesamte Länge des Segels einnehmen.

Handelt es sich um ein Rollgroß, wird das Segel während des Bergens in den Mast eingerollt. Normalerweise soll die sogenannte Rollreffanlage dafür sorgen, dass die Handhabung vereinfacht wird. Jedoch besteht hier die Gefahr, dass diese nicht sachgemäß bedient wird. In diese Art des Segels können keine Latten horizontal integriert werden. Die senkrechte Ausstattung mit Latten funktioniert, ist aber nicht sehr sinnvoll. Dieses Segel kann in ganz verschiedenen Größen gesetzt werden. Die Variante, dass das Segel in oder um den Baum gerollt wird, ist heutzutage nicht mehr gängig.

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Auf Halbwindkurs kommt der Wind von ca. 90° von der Seite
Bei diesem Manöver unter Segeln geht der Wind von Hinten durch die Segel und bewegt diese auf die andere Seite einer Yacht. Das Boot geht mit dem Heck durch den Wind.
Ist der hintere Teil eines Bootes und hat auf Yachten oft eine Badeplattform. Das Heck kann glatt enden mit einem „Spiegel“ oder spitz enden mit einem Spitzgatter.
Aufenthaltsraum auf einem Schiff
Funk Notkanal für Seefunk. Der Kanal 16 wird ständig kontrolliert. Solange keine Notlage herrscht sollte der Kanal nicht verwendet werden, man kann über den Kanal 16 aber andere Boote anrufen.
Ist meistens ein Ballast aus Blei unter einer Yacht. Der Kiel wirkt gegen die Schräglage eines Bootes unter Segel und wirkt gegen die Krängung, um das Kentern zu verhindern.
Wenn ein Segel flattert, dann killt es. Jetzt sollte man die Schoten dichter holen.
Eine Klampe hat eine Amboss Form und ist eine aus Metall bestehende Vorrichtung zum Belegen einer Leine, um z.B. eine Boot festzumachen.
Eine Yacht macht man klar, dann ist die Yacht bereit, aufgeräumt oder einsatzfähig. Man verwendet den Begriff auch für klare Kommandos: Klar zur Wende, klarmachen, Klarmachen zum Anlegen oder klar Schiff.
Abkürzung für Knoten.
  1. Seemeilen pro Stunde.
  2. Seemannsknoten – die wichtigsten auf einem Segelboot: Palstek, Webeleinstek, Belegen einer Klampe
Der Kreuzknoten verbindet zwei gleich starke Enden. Das Tauwerk sollte gleich stark sein und aus dem gleichen Material bestehen.
Bei den Kreuzknoten muss man darauf achten, dass die beiden Enden auf der gleichen Seite liegen. Den Kreuzknoten bindet man erst rechts über links, dann links über rechts gelegt (zwei halbe Knoten umgekehrt übereinander). Richtig festgezogen löst er sich schwer.

 

Koje = Bett auf einem Schiff, Auf Yachten gibt es Doppelkojen oder Stockbetten mit Einzelkojen.
Für den Kopfschlag dreht man eine Leine so, dass sie sich selbst beklemmt. Der Kopfschlag verhindert das lösen einer Leine von einer Klampe.
Segeln im Zickzackkurs gegen den Wind. Im Vergleich wenn man z.B. auf einer Linie von A nach B segeln würde, dauert das Kreuzen sehr lange.
Beim Segeln wird der Fahrtkurs auf die Windrichtung bezogen: Vorwindkurs (der Wind kommt von hinten – 180°), Raumwindkurs (ca. 100° – 170° von hinten), Halbwindkurs (ca. 90°) und Amwindkurs (45°)
Die vom Wind abgekehrte Bootsseite. Kommt der Wind von Steuerbord ist Richtung Backbord Lee. Auf der anderen Seite von Lee liegt Luv.
Tauwerk an Bord, das weder sehr dünn ist = Garn oder sehr dick ist = Trosse
Das Liek ist eine Seite eines Segels. Es gibt das Vorliek, Unterliek und Achterliek.
Geschwindigkeitsmesser auf Schiffen; mit einer Logge kann man auch die gesegelte Strecke messen.
Leine locker machen und diese fieren
Ist oft eine Scheibe auf einer Yacht. Eine Luke ist ein verschließbarer Deckel zum Lüften einer Yacht.
Die dem Wind zugewandte Seite des Segels. Wenn der Wind von Backbord kommt, ist Luv auf der Backbordseite eines Bootes. Gegenüber von Luv liegt Lee.
Der Mast geht von unten nach oben auf einem Boot und ist das wichtigste Teil der Takelage auf einem Segelboot. Am Mast wird z.B. das Großsegel gesetzt.
Muringleinen, auch Mooring genannt, findet man oft im Mittelmeer. Dies ist eine Festmacherleine, die im Hafen an einem Betonblock im Wasser befestigt ist. Sie hält in einem Hafen die Yacht vom Steg ab. Es gibt auch Mooringbojen an den man die Yacht befestigen kann und über Nacht nicht den Anker schmeißen muss.

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Einer der wichtigsten Segelknoten. Der Palstek bildet eine feste Schlinge, die sich auch unter Zug nicht zusammenzieht. Er wird auf einer Segelyacht oft verwendet und dient z.B. bei Anlegemanövern zum festmachen an einen Poller.

 

Pantry = Küche bzw. Kombüse auf einem Boot
Steg in einem Hafen, Anleger
In einem Hafen fest verankerter zylinderförmiger Beschlag, um eine Leine zu befestigen.
Ein Wassereimer für den Gebrauch auf einem Boot.
Raumer Wind kommt von schräg hinten mit ca. 100° bis 170°
Beim Reffen verkleinert man die Segelfläche. Dabei wird bei einer Rollreffanlange z.B. bei einem Vorsegel / Genua das Segel eingerollt oder das Großsegel auf den Baum geholt.
Eine Reling ist ein Zaun, der mit dem Boot fest verankert ist. Die Reling ist auf Yachten ein Draht, der von hinten nach vorne bis zum Bugkorb läuft und mit Relingsstüzen verbunden ist.
Wenn man eine Wende fahren möchte ist „Rhe“ das Startkommando
Es gibt ein Ruderblatt, dies benötigt man zum Lenken einer Yacht.
Der gesamte Körper eines Bootes.
Mit dem Kommando „Rund achtern“ wird das Manöver einer Halse gestartet.

 

Ablauf einer Halse:
Kommando: „Klar zur Halse“ – der Steuermann lenkt das Boot auf Vorwindkurs – Die Großschot wird dicht geholt, also enger gezogen – dann kommt das Kommando „Rund achtern“ – der Wind drückt die Segel auf die andere Seite – jetzt muss die Großschot schnell wieder gefiert „losgelassen“ werden.

Eine Leine wird ein Mal (360°) um etwas gelegt.
Eine an beiden Seiten vom Mast angebrachte Metallstrebe. An der Anzahl der Salinge kann man gut erkennen wie groß der Mast bzw. eine ganze Yacht ist.
Sie halten Stahlseile namens „Want“ vom Mast ab und geben dem Mast eine höhere Stabilität.
Mit SBF See wird der Motorbootschein – Sportbootführerschein See, mit SBF Binnen der Sportbootführerschein Binnen abgekürzt.
Der Schäkel ist ein Verbindungsstück aus Stahl für Leinen und Segel oder andere Teile. Der Schäkel ist wie ein Hufeisen geformt und wird mit Bolzen verschlossen.
Eine Schot ist eine Leine mit der ein Segel gelockert also gefiert wird oder enger gezogen wird also dichtholt. Mit den Schoten wird die Stellung der Segel verändert.
Es gibt zwei Seefunkzeugnisse, SRC, Short Range Certificate und das Allgemeine Funkbetriebszeugnis, LRC, Long Range Certificate. Das UKW-Funkbetriebszeugnis berechtigt zur Teilnahme am Seefunk.
Die wichtigsten Segelmanöver

Heutzutage sind Yachten häufig mit einem Motor ausgestattet, der normalerweise stärker ist als ein übliches Hilfsaggregat. Durch den Motor werden einige Manöver wie beispielsweise Ankern oder An- und Ablegen deutlich vereinfacht. Früher war es schick, ohne die Hilfe des Motors in den Yachthafen zu manövrieren. Heute ist es unerwünscht unter Segeln im Hafen anzulegen und meistens schon allein durch die Hafenordnung untersagt. Viele Standardmanöver sollten der Skipper, aber auch die anderen Crewmitglieder souverän beherrschen. Alle wichtigen Informationen finden Sie unter https://www.sailwithus.de/kontakt/.

Wende

Bei diesem Segelmanöver wird der Bug der Yacht durch den Wind gedreht. Dabei steht sie also kurzzeitig entgegen der Windrichtung. Nach der Kehre soll ein Kurs gefahren werden können, bei dem der Wind von der anderen Seite kommt. Vor dem Start des Manövers fährt die Yacht einen sogenannten Am-Wind-Kurs, dabei kommt der Wind schräg von vorne. Dann wird die Yacht so gesteuert, dass der Bug durch den Wind gedreht wird. Dabei wechseln die Segel von der windabgewandten Seite auf die wiederum windabgewandte Seite. Die Kommandos bei diesem Manöver lauten: Steuermann: „Klar zur Wende“, Besatzung: „Ist klar“, Steuermann: „Ree – Über die Fock.“ Je nach Typ verliert die Yacht bei diesem Manöver deutlich an Geschwindigkeit, weil der Vortrieb der Segel fehlt. Die Ruderwirkung kann dabei so stark nachlassen, dass der Bug nicht durch den Wind gedrückt werden kann. In einem solchem Fall empfiehlt es sich, die Fock eine Zeit lang „back“ zu halten. Dann wird die Fock noch nicht auf die andere Seite gezogen. Dann fällt sie ein, schiebt in die Wanten und drückt den Bug in den neuen Kurs. Die Fog wird erst auf die andere Seite geholt, wenn der neue Kurs fast erreicht ist.

Halse

Bei diesem Segelmanöver wird das Heck der Yacht durch den Wind gedreht. Die Yacht fährt also kurzzeitig in Windrichtung. Ziel ist es einen neuen Kurs zu fahren, bei dem der Wind von einer anderen Seite kommt. Bei Einleitung des Manövers fährt die Yacht im Raum-Wind-Kurs, der Wind kommt schräg von hinter (achtern). Die Segel sind dabei weit aufgefiert und stehen zur Mittschiffslinie senkrecht. Der Kurs der Yacht wird so geändert, dass die Segel von der einen auf die andere Seite umschlagen und der Wind anschließend von achtern kommt. Um die große Kraft zu minimieren, die beim Umschlagen der Segel entsteht, wird das Großsegel dicht geholt. Dadurch wird vom Segel nicht so viel Schwung genommen, bevor es in die Schot fällt. Im Zeitpunkt, bei dem das Segel übergeht wird die Schot zudem gefiert, um zusätzlich die wirkenden Kräfte zu verringern. Bei einem unkontrollierten Überschlagen des Großbaumes entstehen beträchtliche Kräfte, die zu einer Kenterung führen können. Bei einer Yacht führt dies zu einem hohen Verschleiß des Materials und führt im schlimmsten Fall zu Schäden im Rigg. Die Kommandos bei diesem Manöver lauten: Steuermann: „Klar zur Halse“, Besatzung: „Ist klar“, das Großsegel wird dichtgeholt. Steuermann: „Rund achtern.“ Der Wind drückt hinter das Großsegel und schlägt es um. Zu diesem Zeitpunkt muss das Segel zügig aufgefiert und Gegenruder gelegt werden, damit die Yacht stabilisiert wird. Die Crew wechselt auf die andere Seite und der Vorsegel wird ebenfalls auf die andere Seite geholt.

Q-Wende

Dieses Manöver ist eine Kehre, die anstelle einer Wendung gemacht wird. Die Yacht fährt auf Vor-Wind-Kurs mit Wind von Steuerbord und will auf einen Vor-Wind-Kurs mit Wind von Backbord wechseln. Diese Wendung ist die effektivste Möglichkeit der Kursänderung. Ein Winkel von 90° wird beschrieben. Die Yacht steuert nach Steuerbord und luvt solange an, bis am Wind gesegelt wird. Danach erfolgt eine klassische Wendung, bis wieder vor dem Wind gesegelt wird, der dann von Backbord kommt. Dann wird statt eines Winkels von 90° ein Winkel von 270° beschrieben. Dieses Manöver dauert zwar ziemlich lang, vermittelt aber auch ein hohes Sicherheitsgefühl.

Beidrehen und Beiliegen

Beim Beidrehen und Beiliegen handelt es sich um einen Zustand, bei dem die Yacht mit niedrigster Fahrt und ein wenig Abdrift vergleichsweise ruhig liegt. Um diesen Zustand zu erreichen fährt die Yacht eine Kehre, lässt das Vordersegel dabei back stehen, steuert gegen und hält das Ruder in dieser Position. Dabei wird das Großsegel ganz aufgefiert. Es entsteht in Lee ein Totwasser, das zum Bergen von Personen genutzt werden kann.

Mann über Bord

Das Manöver dient dazu, ein verunglücktes Crewmitglied wieder aufzunehmen. Es ist das schwierigste Standardmanöver, aber extrem wichtig. Es sollte immer von mehreren Crewmitgliedern beherrscht werden, und nicht nur allein vom Skipper. Das Manöver kann einfach mit einer alten Rettungsweste oder einem Fender trainiert werden. Dabei ist aber daran zu denken, dass eine Rettungsweste oder ein Fender leichter sind als eine Person. Außerdem kann ein Fender im Wasser nicht erfrieren. Der Ernstfall unterscheidet sich also von der Übungssituation. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen, da nur wenig Zeit für die Bergung zur Verfügung steht. Bei dem Manöver stehen je nach Situation zwei Varianten zur Auswahl.

Bei stärkerem Wind wird ein Manöver mit Q-Wende angewendet, da sich die Yacht sehr schnell vom Verunglückten entfernt und mit einer Kehre schwer zurück zu kommen ist. Bei diesem Manöver wird allerdings viel Zeit und Platz benötigt. Die Yacht wendet soweit, dass die vorherige Fahrlinie gekreuzt wird, fällt ab und vollzieht einen Nahezu-Aufschießer. Dadurch soll die Yacht in Luv neben der verunglückten Person zur Ruhe kommen.

Ist der Wind nur schwach, wird ein Manöver mit Kehre angewandt. Diese Wendung ist schwieriger als die Kehre, und es besteht die Gefahr sich zu weit von der verunglückten Person zu entfernen. Bei diesem Manöver fällt die Yacht ab, vollzieht eine Wendung und anschließend einen Nahezu-Aufschießer und kommt so wieder in Luv neben der verunglückten Person zur Ruhe.

Aufschießer

Bei diesem Manöver wird die Yacht mit dem Bug vorweg in Windrichtung gestellt und hält nach wenigen Metern an. Das Manöver wird beispielsweise verwendet, wenn eine Person über Bord gegangen ist.

Anlegen am Steg

Das Anlegen am Steg läuft genauso ab wie ein Aufschießer. Bei wenig erfahrenen Seglern sollte zur Sicherheit immer eine Bootshaken zur Verfügung stehen. Oder aber die Segeln werden vor dem Anlegen eingeholt und der Steg mit Hilfe des Stechpaddels oder Motors angesteuert.

Ankern

Bei diesem Manöver wird ein Auf-Schießer gefahren. Ist die Yacht zur Ruhe gekommen, wird der Anker abgelassen oder ausgeworfen. Der Anker ist an einer Kette oder einem nicht schwimmfähigen Seil befestigt. Die Kette oder das Seil sollte das vier bis siebenfache der Wassertiefe an Länge haben, damit die Yacht daran frei schwojen kann. Es sollte nur so viel an Trosse ausgeworfen werden, wie als Schwoj-Kreis vertretbar ist. Die Kette bzw. das Seil sollte mit einer Boje markiert werden, damit sich keine anderen Boote darin verfangen. Je nach Untergrund des Gewässers werden verschiedene Anker verwendet. Patentanker werden auf Sandböden und anderen geeigneten Grund genutzt. Bei verkrautetem Grund oder auf Felsen empfiehlt sich hingegen der Spinnaker. Der Spinnaker schafft es durch das Kraut auf den Boden. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie unter https://www.sailwithus.de/kontakt/.

Eine Nautische Seemeile hat eine Länge von 1.852 m im Vergleich zur Meile mit 1.609,3 m. Die Seemeile berechnet sich aus dem Erdumfang. 40000 km werden durch 360° und 60 Minuten geteilt = 1.852 m.
Ist der verantwortliche Bootsführer.
Eine Haube aus Plastikstoff und Segelstoff, die vor Spritzwasser und Wind schützt.
Eine Leine, die zusätzlich zur Vor- und zur Achterleine zum Festmachen eines Schiffes verwendet wird. Ist die Spring am Vorschiff angeschlagen, so heißt sie Vorspring
Short Range Certificate, englische Bezeichnung für Funkzeugnis.
Ein Metallseil, welches dem Mast nach vorne und hinten Stabilität gibt.
Die rechte Schiffsseite eines Bootes. Früher war das Ruder an der rechten Seite eines Bootes befestigt.
Back = gegenüber also Backbord.

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Das Takelwerk

 

Die mitunter auch als Takelwerk bezeichnete Takelage ist der Begriff für alles stehende Gut auf einem Segelschiff. Dies schließt auch Teile des laufenden Gutes ein. Konkret kann man sich darunter zum Beispiel das Tauwerk oder die Masten vorstellen, aber auch Blöcke, Beschläge und Spieren. Die Masten werden dabei vom Tauwerk stabil gehalten. Das sogenannte laufende Gut ist für die Bedienung der Segel notwendig, wird aber nicht direkt am Schiff befestigt. Nicht Teil des Takelwerks sind hingegen die Segel und die Schoten, auch wenn letztere wiederum Teil des laufenden Gutes sind.

Der Begriff „Takelage“ leitet sich von der Takel ab, weile eine schwere, aus zwei mehrscheibigen Blöcken bestehende Talje (Taljen sind Flaschenzüge) ist. Dementsprechend sagt man „Das Schiff wurde aufgetakelt“.

Geschichte des Takelwerks: Von der Antike in die Neuzeit

Das Takelwerk hat eine lange Geschichte. Seine Spuren lassen sich bis in die Vorzeit und Antike zurückverfolgen. So war es Jahrtausende lang üblich, auf Segelschiffen einen einzelnen Mast mit einem ordinären Rahsegel zu verwenden. Dementsprechend bestand das Takelwerk aus eher einfachen Elementen. Während des Römischen Reiches wurde der sogenannte „Bugspriet“ erfunden, welcher einem sehr stark geneigten Fockmast ähnelt. Dies stellte eine erhebliche Evolution der Schifffahrt dar. Trotzdem blieb die Konstruktion von Segelschiffen zu dieser Zeit eher einfach.
Während des Mittelalters setzte man hingegen die Bulinen ein. Dabei handelt es sich um Haltetaue, welche ab den Seitenrändern der recht bauchigen Segel befestigt sind, von wo aus sie zu einem Bugspriet führen. Dies ist ein über den Bug hinaus zeigendes Bugholz. Dieses stehende Gut wurde mit Seilen bespannt, sodass man eine Art Hängeleiter aus Tauen erhielt. Diese erleichterte das Aufentern und Abentern.
Die Neuzeit, welche im 15. Jahrhundert langsam begann, bedeutete auch für die Entwicklung der Takelage eine neue Phase. So wurde in Nord – und Westeuropa nach und nach damit begonnen, Segelschiffe größer als bisher zu gestalten. Statt mit einem waren sie nun immer häufiger mit zwei oder sogar drei Masten ausgestattet. In der Mitte des Schiffs befand sich der Großmast. In den Vorderkastellen und den Achterkastellen wurden hingegen die weiteren Masten installiert. Dies erhöhte die Verteidigungskapazität der Schiffe enorm. Am Großmast wurde hoch oben eine Spiere angebracht, die Marsstenge. An dieser befestigte man ein zusätzliches Segel. Bald folgte dem Großmarssegel jedoch ein weiteres Segel, welches am Fockmasten montiert wurde. Auch die Größe der Segel stieg beständig an, sodass die Segelschiffe immer imposanter wurden. Ein vorläufiges Ende nahm diese Entwicklung mit dem bekannten Lateinersegel, welches im Mittelmeerraum entwickelt wurde.

Kurzes Tauwerk
An Bord verwendet man den Begriff Seil oder Tau nicht. Der Überbegriff ist das Tauwerk Garn, Trosse, Leine etc.
Untere Seite eines Segels.
Der Verklicker ist oben am Mast befestigt und hat meistens eine Pfeilform. Der Verklicker zeigt den scheinbaren Wind, die Windrichtung an.
Vor dem Wind oder auf Vorwindkurs bedeutet, dass ein Boot mit dem Wind segelt. Der Wind kommt von hinten.
Festmacheleine am Bug.
Vordere Seite eines Segels.
Der vordere Teil des Schiffs
Leine – Schot für das Vorsegel.
Segel vor dem Mast.
Ein Stahlseil, das den Mast eine höhere Stabilität nach rechts und links gibt.
Webeleinstek zum Festmachen von Fendern an einer Reling oder am Poller oder Pfahl. Der Webeleinstek kann gesteckt, gelegt oder geworfen werden.

 

Bei einer Wende wird das Boot mit dem vorderen Teil, dem Bug durch den Wind gedreht und die Segel wechseln die Seite.
Mit dem Kommando “Klar zur Wende” startet man die Wende und mit dem Kommando “Rhe” dreht die Yacht durch den Wind.
Die Winsch hilft das Segel zu ziehen. Man legt eine Leine dreimal um die Winsch und kurbelt mit einer Winschkurbel. Durch zahlreiche Zahnräder, die ineinander greifen wird einem das Ziehen an der Leine erleichtert.

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